AdoptivSinn Newsletter 03/2008



Zutrauen – Vertrauen - Selbstvertrauen



Oft sehe ich, dass gelangweilte Kinder ihren Eltern vieles abverlangen, damit sie diesen unangenehmen Zustand der Langeweile für sie beseitigen. Viele Eltern fühlen sich gerade dann auch in der Pflicht, immer neue Ideen zu liefern. Natürlich ist es wichtig, das Spiel der Kinder anzuregen und viele Adoptivkinder müssen zunächst einmal ganz neu lernen zu spielen. Hier ist viel Geduld, Ausdauer und vor allem „Vormachen“ gefragt.

Aber – irgendwann beginnt jedes Kind selbst zu spielen, wenn man es lässt ….

Und dann muss ich mich nicht mehr immer dafür verantwortlich zu fühlen, mein Kind zu beschäftigen. Ich kann mein Kind in mein Tun einbeziehen, ich kann ihm einige Vorschläge machen und auch beginnen zu spielen, aber mit zunehmender Sicherheit in der Familie muss die Leistung, selbst zu spielen auch von den Kindern selbst vollbracht werden.

Langeweile ist dazu durchaus notwendig, denn aus Langeweile kann Kreativität wachsen, wenn wir Eltern es nur schaffen, diesen „elenden“ Zustand unserer Kinder auszuhalten – das ist wirklich sehr schwer.

Meine Aufgabe ist es dann, nicht nur Spielzeug, sondern wirklich „Zeug zum Spielen“ zur Verfügung zu stellen. Kinder brauchen Eltern, die sie nicht ständig unterbrechen, die das kindliche Spielen nicht beeinflussen oder lenken wollen und die ihrerseits sich auch selbst konzentriert beschäftigen können. Während ich dies schreibe liegt ein Kind hinter mir auf dem Boden und parkt Autos unter meinem Stuhl und das andere Kind liegt auf der Couch und erzählt sich Bücher. Wenn ich meine Kinder beim Spielen nicht unterbreche, lassen auch sie mich immer mehr alleine arbeiten. Zwischendurch tauschen wir uns aus und erzählen einander, was wir nun tun wollen. Besonders, wenn sie schon sehr lange spielen, zeigt ihnen ein zärtlicher Blick oder eine Geste von mir, dass ich mit ihrem Tun sehr zufrieden bin. Diese „Kleinigkeiten“ ermutigen sie, sich immer mehr Eigenes zu suchen, eigene Wege zu gehen, eigene Ideen zu verwirklichen. Je mehr sie sich von mir loslösen, mein Tun mit ihren Wünschen vergleichen und sich ermutigt fühlen, eigene Ideen zu verwirklichen, desto mehr unterstütze ich ihre Selbständigkeit und auch Meinungsbildung.

Nur wenn wir als Eltern zufrieden sind, mit dem was wir tun und auch unsere Kinder spüren, dass wir sehr zufrieden mit ihnen sind, suchen sie sich immer mehr eigene Ziele und beginnen, immer mehr zu lernen, ohne dass wir Eltern ihnen neuen „Lernstoff“ vorgeben müssen. So wie Kinder aus eigenem Antrieb, Krabbeln, Laufen und Sprechen lernen, so lernen sie auch später am leichtesten, wenn sie es selbst wollen. Sie sehen vieles, das ältere Kinder schon können, vergleichen es mit ihren Fähigkeiten und entwickeln enorme Kräfte, neue Ziele zu erreichen, wenn wir sie nur lassen!

Wenn ich ein Kind viel kritisiere, entmutige ich es und es wird auch immer häufiger Fehler und Verfehlungen der anderen suchen, um sich selbst stärker zu fühlen. Ein Kind kann schnell den Mut verlieren, wenn ich ihm die Ziele vorgebe, denn damit bekommt es das Gefühl, dass seine Eltern mit seiner Entwicklung und damit mit ihm nicht zufrieden sind.

© Kerstin Blank-Bringmann, März 2008

 

 

Sonnenkinder e. V.



Ein sehr kleiner Verein, gegründet von einer Adoptivfamilie mit 3 Kindern, die es sich zum Ziel gesetzt haben, Kindern in den ärmeren Regionen der Welt konkret zu helfen. Aufgrund ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit kommen Spenden komplett und mit Sicherheit dort an, wo sie benötigt werden.

Wunderschöne Karten und ein toller Kalender machen es leicht, einen kleinen Beitrag, der durch ehrenamtliche Tätigkeit wirklich ankommt und hilft, dort zu investieren!

http://www.sonnenkinder-ev.de/Wir_uber_uns/Karten/karten.html

Vor Ort helfen:

Hanoi (Vietnam):

Von Januar bis April 2006 waren zwei Physiotherapeutinnen im Kinderkrankenhaus in Hanoi um dort freiwillige und unentgeltliche Hilfe zu leisten. Ihre beeindruckenden Berichte aus dem Krankenhaus zeigen, dass unsere Arbeit dort zwar schon Früchte trägt aber weiterhin dringend notwendig ist. Weiterhin waren seit November 2006 vier Ergotherapeutinnen und eine Physiotherapeutin wieder freiwillig und unentgeltlich dort um ihr Wissen weiterzugeben.

Beinahe unfassbar ist, dass die Früh- und Neugeborenenstation in diesem Kinderkrankenhaus kein Ultraschallgerät besitzt. Für diese Anschaffung werden etwa 10000 Euro benötigt. Sonnenkinder e.V. hat es sich seit Ende 2007 zum Ziel gesetzt, das dringend benötigte Gerät (irgendwann...) anzuschaffen.

Aktuell findet man auf der Homepage darüber noch nichts (3 Kinder fordern eben auch... ;-) ), aber Familie Bamberger gibt gerne weitere Auskunft und nimmt natürlich zweckgebundene Spenden immer gerne entgegen!

Weiterhin gesucht werden für das nationale Kinderkrankenhaus in Hanoi noch Physiotherapeuten, die bereit sind, mindestens 3 Monate vor Ort unentgeltlich zu helfen!

Außerdem werden für individuelle Einsätze gesucht: Chirurgen für die Kinderkardiologie, Neonatologen und Onkologen.

http://www.sonnenkinder-ev.de/Wir_uber_uns/Vor_Ort_helfen/vor_ort_helfen.html

Fototherapie und eine Überlebens-Chance im Brutkasten ist durch Sonnenkinder e.V. nun möglich geworden:

 

Cali (Kolumbien):

"Projekt 100" - Eine gute Idee für Großeltern, die "auch gerne helfen", aber nicht so viel Geld einsetzen wollen (unsere Oma macht auch mit!)

Es werden dringend noch Menschen gesucht, die bereit sind monatlich 10 Euro für das Kinderheim in Cali zu spenden. Damit können die kleinen Mägen gesättigt werden und zwar langfristig. Die Kinder sind die Opfer von Bürgerkrieg, Armut und von extrem hoher Kriminalität. Seien Sie eine der 100 „guten Seelen“ die wir brauchen um das Leid der Kinder in Cali zu lindern. http://www.sonnenkinder-ev.de/Wir_uber_uns/Projekt_100/projekt_100.html

Ein tropischer Wirbelsturm hatte 2006 das Dach und teilweise das Mobiliar des Kinderheims zerstört. Mittlerweile sind die Wiederaufbaumaßnahmen abgeschlossen, bei denen gleichzeitig veranlasst wurde, das Kinderheim zu vergrößern und aus der überdachten Terrasse einen zusätzlichen Aufenthaltsraum zu schaffen.

In einer neuen kleinen Vorratskammer befinden sich seit kurzer Zeit Nahrungs- und Medikamenten-Vorräte. Wir freuen uns besonders darüber, dass die Kinder jetzt einen deutlich besseren Eindruck machen, sowohl optisch als auch psychisch. Außerdem wurde der Bau einer Sickergrube in Auftrag gegeben um die Abwässer endlich unter hygienischen Umständen beseitigen zu können.

Nun ist der Hang um das Kinderheim aber nur mit Autoreifen abgesichert und Sonnenkinder e.V. benötigt zur Zeit auch Spendengelder, um den Hang gegen Erdrutsche mit einer richtigen Mauer richtig zu befestigen!

http://www.sonnenkinder-ev.de/Wir_uber_uns/Projekte/Cali_Kolumbien/cali_kolumbien.html

 

Laufen tut allen gut:

Ihnen und den bedürftigen Kindern.

Nordic Walking Kurse zu Gunsten von Sonnenkinder e.V.

Genuss, Gesundheit und Entspannung in der herrlichen Natur der Rheinhessischen Schweiz. Mehr dazu unter www.steigerberg.de. Für Terminvereinbarungen melden Sie sich bitte beim Verein unter  06703-301840.

 

 

 

 

Haus der Volksarbeit e.V.



Kaum bekannt, aber mit unglaublich umfangreichem Programm zum Thema Adoption ist das

Haus der Volksarbeit e.V.“ in Frankfurt

 

Themenabende und besondere Veranstaltungen findet Ihr unter

http://www.hdv-ffm.de/Adoption.50.0.html

 

Auch ganz toll finde ich die Idee der mehrsprachigen Eltern-Kind-Gruppen. Vielleicht hat eines Eurer Kinder ja Interesse daran – für uns ist es leider zu weit weg…

http://www.hdv-ffm.de/Interkulturelles.48.0.html

 

Das komplette Veranstaltungsprogramm bis August findet Ihr hier:

http://www.hdv-ffm.de/fileadmin/redakteure/pdf/hdv-zentrum-familie-programm-2007-08.pdf

 

UND für die Vorausplanung:

Begegnungstag für Adoptivfamilien am 27.9.08 im Zentrum Familie (Einladung folgt)

Mit einem sicherlich wieder sehr interessanten Thema und Kontaktmöglichkeiten zu Eltern mit Kindern aus allen möglichen Ländern!

 

 

 

 

Entdeckt – Erprobt – Erfolg gehabt ….



  • Unsere Eltern-Lieblings-Sonntags-Beschäftigung nach einer anstrengenden Woche:
    So langweilig sein, dass unsere Kinder irgendwann einfach spielen gehen, weil mit Mama und Papa nichts los ist …
    Das ist gar nicht so einfach und man muß auch mal geduldig das ein oder andere Quengeln überhören, aber es lohnt sich!!! Ich wünsche Euch ein schönes nächstes Wochenende!!!!

  • Taschengeld: Unsere Kinder dürfen selbst entscheiden, wie sie ihr Taschengeld ausgeben. Sollten sie es aber in die Spardose werfen, werfen wir den gleichen Betrag hinterher – Sparen lohnt sich eben und man bekommt „Zinsen“!
    Ähnlich ist es, wenn sie sich von ihrem Taschengeld ein Buch kaufen wollen, auch hier beteiligen wir uns mit der Hälfte des Preises 

 

 

 

Kuchen für kleine Rennfahrer:



Mit relativ wenig Aufwand, einen tollen Kuchen zaubern:

  • Einen festen Blechkuchen (wir haben einfach einen Marmorkuchen 1,5 fache Menge auf dem Blech gebacken)

  • Kuvertüre: braune und weiße Schokolade

  • Rennautos aus Überraschungseiern

  • Puderzucker, grüne Lebensmittelfarbe, (große) Gummibärchen, evtl. bunte Streusel, Zuckerblumen

  • 2 Schaschlikspießchen, Papier, schwarzer Stift, Kleber

  • Auf den ausgekühlten Kuchen mit brauner Schokolade die Rennstrecke aufmalen

  • Mit weißer Schokolade den „Randstreifen“ der Rennstrecke malen und evtl. mit bunten Streuseln/Perlen bestreuen ODER trocknen lassen und mit rot gefärbtem Puderzucker (mit ganz wenig Wasser mischen) Streifen malen

  • Die restliche Fläche mit „Wiese“ bemalen:  Dazu Puderzucker mit ganz wenig Wasser zu einer dicken Masse verrühren und mit grüner Lebensmittelfarbe färben

  • Solange die „Wiese“ noch nicht trocken ist, kann man Gummibärchen als Zuschauer an den Rand der Strecke „kleben“ oder kleine Blümchen darauf streuen (was mein Mann allerdings sehr albern und nicht realistisch für eine Rennstrecke fand ;-)

  • Mit der restlichen braunen Kuvertüre werden nun kleine Rennautos (aus Überraschungseiern …) auf die Strecke geklebt

  • Zwischen 2 Schaschlikspießchen kann man nun eine gemalte Zieleinfahrt kleben und diese über die Strecke spannen/in den Kuchen stecken (DAS können Männer am besten!!!)

 

Und so könnte es dann aussehen:

Wusstet Ihr schon….

… dass heute Bea, Almud und Maximilian Namenstag feiern dürfen ???

... dass heute vor 114 Jahren Coca-Cola zum ersten Mal in Flaschen verkauft wurde?

… dass am kommenden Freitag Johann Strauß und Albert Einstein Geburtstag hätten???

 

Tolle historische Infos über jeden Tag im Jahr und noch viel mehr findet Ihr unter:

http://www.easy-birthday.de/tageschronik.php

 

 

 

Gut wenn man immer alles erklären kann …



  • Zur Erklärung des milchüberschwemmten Tischs:
    „Mama, ich habe ein Testament gemacht, aber das ist leider schiefgegangen“
    (gemeint war ein Test … ob man Milch auch kreisförmig am Rand der Tasse entlang eingießen kann …)

  • „Hast du gepupst?“ – „Nein Mama, die Wand hat geraucht.“

  • Nachdem wir im letzten Sommer durch die Berge gefahren sind und unsere Kinder nun wissen, dass man den Druck in den Ohren durch Gähnen ausgleichen kann, sind sie auch zuhause nie mehr müde. Jedes Gähnen bekommt den Kommentar: „Mama, ich bin nicht müde, das mache ich nur, weil die Ohren zu sind.“

 

Robbi regt sich auf von Mireille d' Allance



Das Buch zum Verständnis der täglichen Wutanfälle:

Als Robbi einmal ganz schlecht gelaunt ist, steigt ein schreckliches Ding in ihm hoch. Mit einem lauten Brüll kommt die ganze Wut aus ihm heraus und krempelt in Form eines roten Wesens sein ganzes Zimmer um, bis es Robbi zu viel wird. Sein Ärger richtet sich nun gegen dieses Wesen und er bringt die kaputten Dinge wieder in Ordnung – dabei wird die Wut immer kleiner, bis er sie schließlich in eine kleine Kiste sperrt, wo sie Ruhe geben soll…

Wenig Text mit Bildern, die für sich sprechen und dem Kind das Gefühl geben, verstanden zu werden.

Das Buch gibt es in verschiedenen Größen und Einbänden, deshalb sucht selbst, was Euch am besten passt!

 

 

 

 

Wie viele Farben hat die Sehnsucht



Sehnsucht ist die Kraft, die unsere Träume in die Wirklichkeit trägt - Ein ganz besonderes Märchenbuch für Erwachsene!

Dieses Buch ist auch ein wunderschönes Geschenk für alle, die noch Mut zum Träumen finden.

Eines meiner Lieblingsmärchen ist "Die Steinpalme":

Ein in der Wüste verdurstend herumirrender Mann drückt in seiner Wut darüber, dass er kein Wasser hat, einen Stein mit aller Kraft in das Kronenherz einer jungen Palme. Dieser junge Baum wird unter der Last des Steins fast begraben, aber der Mann hat die Palme nicht töten können. Mit aller Kraft versucht sie immer mehr, den Stein abzuschütteln, bittet den Wind um Hilfe, aber es gelingt nicht. Die Palme möchte schon aufgeben, entscheidet sich aber dann doch, die Last des Steines anzunemen. Sie nimmt ihn in die Mitte der Krone und wächst zunächst in die Breite, um die Last zu tragen. Sie klammert sich mit längeren Wurzeln tiefer in den Boden und stößt dabei auf eine Wassreader. Eine Quelle schießt nach oben und macht den Platz um die Palme zu einem besonderen Ort in der Wüste. Auch wenn andere Palmen am Strand höher und schöner gewachsen sind, ist die Steinpalme nun unbestritten der mächtigste Baum dort.

 

 

Zu Ostern: Nina und Sechziggrad von Marcus Sauermann



Nina hat einen Stoffhasen, der heißt Sechziggrad, weil er so ein Schild am Ohr hat, wo 60°C draufsteht … Leider entführt ihr Bruder diesen Hasen immer wieder in böser Absicht. In der Nacht zu Ostern steht Nina viel zu früh auf, der Osterhase war noch nicht da und sie versteckt für ihn die Eier – natürlich nur in „richtig guten Verstecken“. Am Ostermorgen findet niemand die Eier und Nina lässt sich von ihrem Hasen die Verstecke sagen. Eigentlich glaubt ihr Bruder solchen Blödsinn ja nicht, aber er muss zugeben, dass der Hase ziemlich viel weiß. Nun muss er dem Hasen auch noch sein großes Osterehrenwort geben, dass er ihn von nun an in Ruhe lässt…

Super witzig geschriebenes Buch mit viel Text, das einfach nur Spaß macht, vorzulesen!

Das Buch ist im Buchhandel zur Zeit vergriffen, aber bei manchen IKEA-Kaufhäusern liegt es stapelweise … schon seltsam … Viel Glück beim Suchen und Finden!!!!





Danke für Euer Vertrauen in meine Fähigkeiten (oder reine Neugierde ;-) 

Ich hoffe, ich habe beides nicht enttäuscht!

 

Über Rückmeldungen freue ich mich natürlich immer!

info(at)adoptivsinn.de

Kerstin Blank-Bringmann, März 2008

 

Niemand ist so uninteressant wie ein Mensch ohne Interesse.
(Thomas Browne, engl. Phil., 1605-1682)

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